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Von Integration zur Inklusion

Erstellt am: 28 November, 2011 | Kommentieren


Am 15. September 2011 beschloss der Sächsische Landtag einen gemeinsamen Antrag von Abgeordneten der CDU, LINKEN, SPD, FDP und GRÜNEN. Eine solche fraktionsübergreifende Zusammenarbeit ist ein Novum! Zustande gebracht hat es das Thema: Inklusion!

Inklusion? Nein, das ist nicht dasselbe wie Integration. Integration meint die Einbeziehung, die Vereinigung von zuvor Getrenntem. Bei der Inklusion werden Kinder mit Behinderungen nicht „aussortiert“, sondern sind von Anfang an dabei – im Kindergarten, in der Schule, in der Ausbildung. Denn jedes Kind hat das Recht auf individuelle Entwicklung und soziale Teilhabe, unabhängig von seinen Fähigkeiten – und auch seinen Beeinträchtigungen.

Mit dem Antrag fordert das Parlament die Staatsregierung auf, bis März 2012 einen Aktions- und Maßnahmeplan zur zielgerichteten Umsetzung des Artikels 24 der UN-Behindertenrechtskonvention zu erarbeiten, um das sächsische Bildungssystem zu einem inklusiven System zu entwickeln.

Während z.B. in Italien, Norwegen oder Dänemark fast alle Schüler/innen mit Behinderungen in eine allgemeine Schule gehen, gehört Deutschland zu den Spitzenreitern beim Ausschluss von behinderten Kindern. In Sachsen haben 8,3 Prozent der Schulkinder einen sonderpädagogischen Förderbedarf (Bundesdurchschnitt: 6 Prozent). Absolut unbefriedigend ist, dass 82 Prozent der Kinder, die eine Förderschule in Sachsen verlassen, keinen Schulabschluss haben.

Ein „inklusives Schulsystem“ bedeutet nicht, dass Förderschulen abgeschafft werden, denn es wird immer Behinderungen geben, denen ohne spezielle Schulen nicht optimal entsprochen werden kann. Ziel ist, die allgemeine Schule zum Regel-Förderort zu machen. Diese komplexe Aufgabe erfordert ein Umdenken – auch bei den Pädagogen, nicht zuletzt aber in der Gesellschaft.

Natürlich brauchen behinderte Schüler/ innen besondere Förderung, das wird auch an einer allgemeinen Schule nicht anders sein. Notwendig sind deshalb Änderungen im Schulgesetz und in der Schulintegrationsverordnung. Wir brauchen Expertisen zur Struktur und zu den Kosten; wir brauchen Forschungsprojekte und praktische Modellversuche. Der gemeinsame Antrag zur inklusiven Bildung zeigt, dass auch in Sachsen konstruktive sachbezogene Politik über Parteigrenzen hinweg möglich ist.

MdL Cornelia Falken, Sprecherin für Bildungspolitik

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