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Ringen um eine moderne Schule – Schulpolitischer Dialog in Kamenz!

Erstellt am: 2 Februar, 2017 | 1 Kommentar

Das Leben bringt ständig neue Herausforderungen mit sich und es entstehen neue Möglichkeiten. Schule hat die Aufgabe, junge Menschen eben darauf vorzubereiten. Deswegen muss auch Schule sich weiterentwickeln.

In Sachsen ringt die Linke schon lange für eine Modernisierung der Schule. Seit 2015 wird nun auch an einem neuen Schulgesetz gearbeitet. Das ist schon seit einiger Zeit überfällig, doch bislang gab es von Seiten der Staatsregierung wenig Mut zur Veränderung.

Man sonnte sich in den mit statistischen Tricks geschönten Pisa-Ergebnissen und sparte die Schulstruktur zusammen. Investiert wurde in Beton, aber nicht in Köpfe. Das rächt sich heute, weil es zu wenige neue Lehrkräfte gibt, die die Ausscheidenden ersetzen können.

Die Situation erfordert inzwischen bereits Maßnahmen, die zuletzt in den Nachkriegsjahren Anwendung fanden: Seiteneinsteiger, oder genauer Lehrer ohne pädagogische Ausbildung. Vor diesem Hintergrund sind Veränderungen, auch durch ein neues Schulgesetz, dringendst erforderlich.

Wie soll in Sachsen die Schule in Zukunft aussehen? Wie können wir die bestehenden Probleme lösen?

Marion Junge, die linke Landtagsabgeordnete aus Kamenz, hatte am 19. Januar die bildungspolitischen Sprecher*innen der demokratischen Fraktionen eingeladen, um genau diese Fragen zu diskutieren. So waren von der Koalition Lothar Bienst (CDU) und Sabine Friedel (SPD) und von der größten Oppositionsfraktion Cornelia Falken (DIE LINKE) angereist. Marion Junge moderierte die Veranstaltung.

Es ging um das neue Schulgesetz und wann es denn kommt. Herr Bienst sprach von 50 Änderungsanträgen, die im Februar 2017 eingebracht werden. Frau Friedel sieht noch größere Baustellen bei der beruflichen Bildung, Inklusion und Eigenverantwortung von Schule. DIE LINKE will ein eigenes Gesetz 2018/19 vorlegen, da dieses Schulgesetz nicht zukunftsfähig sei.

Der Lehrermangel und wie er zu beheben sei, wurde ebenfalls heiß diskutiert. Die Koalition hat im Dezember 2016 ein Maßnahmenpaket zur Lehrerversorgung verabschiedet. Frau Falken kritisiert, dass zu wenig für die Bestandslehrer*innen getan wird. Sachsen braucht viele gut ausgebildete Lehrer*innen, die derzeit fehlen, weil die sächsische Staatsregierung den Generationswechsel im Bildungsbereich verschlafen hat. Seit 2015 hat Sachsen die Ausbildungsstellen auf 2000 erhöht. Diese reichen jedoch heute schon nicht aus, weil derzeit nur 65 Prozent der Lehramtsstudenten in der Schule ankommen. Herr Bienst wirbt deshalb für das Seiteneinsteiger-Programm.

Beim Thema Inklusion gab es größere Kontroversen. Während Herr Bienst grundsätzlich an dem Konzept der Förderschulen festhalten will, stellt er kurz das Inklusions-Konzept der Koalition vor. Hier mahnte Frau Friedel an, die Maßnahmen auch mit Ressourcen zu unterlegen. Da Sachsen bei dem Thema das Schlusslicht in Deutschland ist, sollten hier auch zumindest die Erfahrungen aus den anderen Bundesländern genutzt werden. Wenn die Umsetzung auf Freiwilligkeit beruht, dann muss sie aber auch attraktiv gestaltet werden.

Cornelia Falken begrüßte das überfällige Konzept ebenfalls, wies aber darauf hin, dass Inklusion und Integration zwei unterschiedliche Dinge sind. Es geht hier nicht darum, alle einfach in die normale Schule reinzuholen, sondern sie von unten ab der ersten Klasse hineinwachsen zu lassen. Wichtig ist, dass auch die begleitenden Voraussetzungen geschaffen werden, beispielsweise die Diagnostik vor Ort. Sie beklagte, dass dieses Konzept nicht mit den Lehrern abgestimmt worden sei.

Im Anschluss gab es eine Reihe von Fragen und Anregungen durch die Zuschauer. Es ging um den Erhalt von Schulstandorten auf dem Land, Kriterien für die Berufsschulplanung, digitale und politische Lehrerausbildung, verpflichtende Bestimmungen für Inklusion, längeres gemeinsames Lernen, größere Schulautonomie, Entlastung von Lehrer*innen, GTA qualitativ stärken, …

Das Fazit: Will man die Bildung zukunftsfest machen, gibt in der sächsischen Schullandschaft viel zu tun. Der schulpolitische Dialog ist dafür sehr wichtig, muss fortgesetzt und umgesetzt werden!

Kommentare

1 Antwort für “Ringen um eine moderne Schule – Schulpolitischer Dialog in Kamenz!”

  1. Kerstin Wilde
    2 Februar, 2017 um 21:04

    Sind die wichtigsten Veränderungsbedarfe angesprochen, offenbar. Und positiv intoniert. Vielleicht gelingt uns doch noch ein Wandel in der Bildung.

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