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Integration gemeinsam erleben!

Erstellt am: 16 Mai, 2016 | Kommentieren

Frühling_Collage

Seit 2010 engagiere ich mich im Kamenzer Bündnis für Toleranz und Humanität. Wir helfen und unterstützen geflüchteten Menschen. Ich bin froh, dass es überall Menschen gibt, die vor Ort helfen und Integration aktiv gestalten.

Mittlerweile gibt es einige gute Integrationsbeispiele und Freundschaften in der Stadt Kamenz.

  • Die Familie R. aus dem Iran lebt seit 4 Jahren in Kamenz. Die Kinder sprechen sehr gut Deutsch und lernen mittlerweile am Gymnasium. Frau und Herr R. arbeiten für geringe Aufwandsentschädigung in städtischen Einrichtungen.
  • Fast 5 Jahre ist To Ha aus Vietnam in Deutschland. Nach vielen Jahren des Wartens auf eine dringende Operation konnten wir gemeinsam für To Ha die lebenswichtige Operation organisieren. Dies ist uns nur gelungen, weil es überall Freunde, gute Ärzte und verantwortungsbewusste Mitarbeiter/innen im Landratsamt Bautzen gibt. Mittlerweile geht es To Ha gesundheitlich besser, jedoch ihr weiterer Aufenthalt in Deutschland ist derzeit ungewiss.
  • Frau N. wohnt seit April 2016 mit ihren Kindern in einer Wohnung. Sie kommen aus dem Iran und lernen seit einem halben Jahr die deutsche Sprache. Gemeinsam wollen sie in Kamenz leben und arbeiten. Letztgenanntes ist schwierig, da derzeit nur begrenzte Arbeitserlaubnis für (nichtanerkannte) Asylbewerber im Landkreis Bautzen gibt.

Es gibt aber noch viel zu tun, um ernsthaft Integration im Landkreis Bautzen umzusetzen.

  • Da gibt es die vielen Anträge und Formulare, die kein Flüchtling oder Asylbewerber wirklich lesen, geschweige verstehen kann. Leider gibt es im Landkreis Bautzen keine hauptamtliche Flüchtlingsberatung. Diese Arbeit übernehmen z.T. die Sozialarbeiter/innen in den Asylunterkünften sowie die ehrenamtlichen Helfer/innen und Paten. Hier braucht es dringend Veränderung, weil die soziale Unterstützung und Beratung für alle Menschen gewährleistet sein muss!
  • Da gibt es die „vergessenen“ Flüchtlinge und Asylbewerber, die seit mehreren Jahren im Asylheim leben. Ihr Asylverfahren ist nicht abgeschlossen, so dass sie in der Regel keine Arbeitserlaubnis und Wohnung erhalten. Ihr Leben findet hauptsächlich im Heimumfeld statt. Ein Teil der Menschen leiden unter Depression und Perspektivlosigkeit. Auch hier braucht es schnelle Veränderung durch gemeinsames Handeln von Ausländerbehörde Bautzen und BAMF!
  • Da gibt es die kranken Menschen, die sich kaum verständigen können und nicht verstehen, dass sie jeden Arztbesuch in der Ausländerbehörde Bautzen beantragen müssen. Ohne Arztschein keine Krankenbehandlung (außer im Notfall) – da bleiben viele auf der Strecke und gehen (trotz Krankheit) nicht zum Arzt. Die Ansteckungsgefahr in den Asylunterkünften ist hoch.
  • Da gibt es die Familien mit Kindern, die sehr beengt und ohne Privatsphäre im größten Asylheim des Landkreises Bautzen wohnen. Und es gibt Belegungsrechte für 20 Wohnungen in der Stadt Kamenz, die gut für Familien mit Kindern genutzt werden können. Der Landkreis Bautzen ist für die Unterbringung und Betreuung der Flüchtlingsfamilien zuständig. Leider sieht die Ausländerbehörde Bautzen derzeit keinen wirklichen Handlungsbedarf. Das muss sich ändern, weil ein Familienleben in einem nicht für Familien geeigneten Heim sehr problematisch ist! Jede Familie hat das Recht auf ein menschenwürdiges Leben.

Wir alle können ein wenig helfen, im Bündnis für Toleranz und Humanität Kamenz und/oder als Patin und als Mensch. Ca. 800 geflüchtete Menschen leben in unserer Lessingstadt Kamenz. Fast jeder von ihnen wünscht sich Kontakte zu uns Einwohner/innen. Sie wollen unsere Sprache lernen, hier arbeiten und Freundschaften schließen. Leider ist das z.Zt. schwierig, weil es nur wenig Möglichkeiten und Angebote für interkulturelle Begegnungen in der Stadt Kamenz gibt. Auch das muss sich ändern, wenn wir wirklich Integration wollen!

Marion Junge, Landtagsabgeordnete, Stadträtin und Bündnismitglied

 

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