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Erstes Interkulturelles Gespräch in der Volkshochschule Kamenz!

Erstellt am: 19 Oktober, 2017 | Kommentieren


Klaus Helbig, Leiter der Kamenzer Volkshochschule hatte die 17 Asylbewerber und ihre 10 deutschen Gäste begrüßt und solche Begegnungen als Bedingung für Integration benannt.

Ermutigt vom moderierenden Mitglied des Sächsischen Landtages Marion Junge (DIE LINKE) berichteten Menschen aus Syrien, Vietnam, Iran und Afghanistan, warum sie ihre Heimat verließen und wie beschwerlich der Weg zu uns war. Einige konnten das nur, weil sie trotz Nichtzulassung zu einem Sprachkurs deutsch gelernt hatten. Allein, sich gegenseitig helfend, unterstützt von selbstlos beistehenden Kamenzer Bürgern.

Häufig konnten sie nur dank des Einsatzes solcher Helfer erste Hürden nehmen. Trafen sie doch in den Ämtern hierzulande nicht selten auf mangelhaft ausgebildete Mitarbeiter. Diese hielten sich streng an Gesetzestexte. Aber vielfach zeigten sie sich weder in der Lage noch willens, dem Einzelfall entsprechend helfende Hinweise zu geben.

Der Bericht einer jungen Frau aus Syrien mag das illustrieren: Bewaffnete hatten ihr Haus zerstört und ihren Mann nach Bulgarien vertrieben. Frau und Kind fanden ihn dort nach einem Jahr gegenseitiger Suche. Vor den extrem schlechten sozialen Verhältnissen flohen sie gemeinsam nach Deutschland, wo ihr zweites Kind geboren wurde – das einzige Familienmitglied dem keine Abschiebung droht!

Die von Abschiebung Bedrohten aber haben kein Recht auf den Besuch eines Sprachkurses oder einer Berufsausbildung. Als ihr Mann nach drei Jahren im Ausländerwohnheim schwer erkrankte riet ihm die Ausländerbehörde, sich in Bulgarien (!) ärztlich behandeln zulassen. Wieder setzten sich engagierte Bürger ehrenamtlich ein, um der Familie anwaltlichen Beistand mit einiger Aussicht auf Erfolg zu vermitteln.

Richard Boes vom Kamenzer Bündnis für Humanität und Toleranz und andere Bürger machten die Flüchtlinge auf Möglichkeiten der Selbsthilfe aufmerksam, auf die sie bis dahin noch von keinem hingewiesen worden waren. Neu waren einem Teil von ihnen auch die seit März 2017 eingerichteten wöchentlichen Sprechstunden (dienstags und donnerstags von 9-18 Uhr) in der Ausländerbehörde Kamenz.

Dieses erste interkulturelle Gespräch machte Unvoreingenommene betroffen und nachdenklich, Betroffene könnte es ermutigt haben. Die von Klaus Helbig angekündigte Fortsetzung sollte nicht zu lange auf sich warten lassen. Vielleicht berichtet und wirbt dann ausführlicher eine der hiesigen Zeitungen. Sind doch solche Begegnungen Bedingung für Integration vor Ort.

Günter Zimmermann

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