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Unterschriften für Bestattungswald in Kamenz!

Erstellt am: 18 Oktober, 2014 | Kommentieren

Bestattungswald_1

Die Sächsische Zeitung berichtet heute über das Vorhaben der Bürgerinitiative, Unterschriften für eine Einwohner- versammlung zum Bestattungswald im Stadtwald Kamenz zu sammeln.

In der Begründung des Einwohnerantrages heißt es:  „In Kamenz gibt es seit ca. einem Jahr den Wunsch von Bürger/innen, einen Bestattungswald im Stadtwald Kamenz zu errichten. Wir wollen mit dem Oberbürgermeister und der Stadtverwaltung Kamenz diesbezüglich ins Gespräch kommen, welche rechtlichen Grundlagen und Möglichkeiten es für die Errichtung eines Bestattungswaldes im Stadtwald Kamenz gibt. Dazu beantragen wir eine öffentliche Einwohnerversammlung nach § 22 der Sächsischen Gemeindeordnung innerhalb von drei Monaten nach Übergabe der Unterschriften.“

Für einen erfolgreichen Einwohnerantrag müssen mindestens 5 Prozent der Einwohner/innen der Stadt Kamenz (einschließlich Ortsteile) ab 16 Jahre unterschreiben. Wer das Anliegen unterstützt, den bitten wir um seine Unterschrift.

Die Unterschriftenlisten liegen bis zum 27. Oktober 2014 im Bürgerbüro DIE LINKE. Kamenz, Grüne Str. 1 aus. Das Bürgerbüro ist montags, dienstags, donnerstags und freitags von 13 bis 16 Uhr geöffnet. 

Hier der SZ- Beitrag von Annett Kschieschan, 18.10.2014

Unterschriften für die letzte Ruhe im Wald

Braucht Kamenz einen Bestattungswald? Über diese Frage wird seit Monaten intern diskutiert. Jetzt sind die Bürger dran.

Die letzte Ruhe im Wald finden – für immer mehr Menschen ist das mehr als nur denkbar. Sie wünschen sich das, was im Behördendeutsch naturnahe Bestattung heißt und besser unter den Begriffen Fried- oder Bestattungswald bekannt ist. Das Problem: Bislang ist das in Sachsen nicht möglich. Das soll sich ändern. Seit diesem Jahr macht sich eine Initiative dafür stark, dass im Freistaat entsprechende Angebote auf den Weg gebracht werden. Rechtlich möglich ist das. Der Landtag hatte bereits vor fünf Jahren das Bestattungsrecht so geändert, dass etwa Städte und Gemeinden oder die Kirchen Bestattungswälder anlegen dürfen.

Doch die Kommunen tun sich bislang schwer damit. Eine Vorkämpferin für die Friedwälder ist Marion Junge. Die linke Landtagsabgeordnete und Stadträtin in Kamenz macht sich schon lange für das Thema stark (die SZ berichtete). Und sie ist damit nicht die Einzige. „Wir haben im April sachsenweit mit 27 Mitgliedern angefangen, jetzt sind wir 185“, erzählt Marion Junge. Dazu kommen viele Menschen, die den Vorstoß unterstützen, ohne Mitglied der Friedwald-Initiative zu sein. Ein Bestattungswald in oder bei Kamenz? Das scheint denkbar. Verwaltungsintern wird seit Monaten darüber gesprochen. „Es ist nun aber Zeit, dass die Bürger mitreden“, findet nicht nur Marion Junge.

Vor wenigen Tagen ist in Kamenz eine Unterschriftensammlung gestartet. „Wir wollen wissen, wie wichtig den Menschen hier die Sache ist“, so die Kommunalpolitikerin. Ziel ist es, eine Einwohnerversammlung zu initiieren. Dazu müssen zunächst rund 700 Kamenzer – das sind fünf Prozent der Wähler – ihr Interesse am Thema durch ihre Unterschrift bekunden. Dann ist ein so genannter Einwohnerantrag möglich. Die Stadtverwaltung ist verpflichtet, innerhalb eines Viertel Jahres nach Abgabe der Unterschriften öffentlich über das Thema zu informieren. So soll nun zeitnah Bewegung in die Sache kommen. Wer möchte, kann seine Unterschrift im Bürgerbüro der Linken an der Grünen Straße abgeben. Marion Junge und ihre Mitstreiter wollen mit den Listen aber auch von Haus zu Haus gehen und dabei über die Hintergründe informieren.

Dass der Vorstoß auf Interesse stößt, ist wahrscheinlich. Als die SZ im Frühsommer schon einmal über die Friedwald- Initiative und mögliche Pläne für den Kamenzer Raum informiert hat, war das Interesse groß. Allein über das soziale Netzwerk Facebook schrieben damals zahlreiche Kamenzer, dass sie die Idee gut finden. Und zwar unabhängig davon, ob sie selbst naturnah bestattet werden wollen. Der Tenor seinerzeit: Es wäre gut, wenn es so ein Angebot gäbe. Das sehen deutschlandweit immer mehr Menschen so. Allein im vergangenen Jahr gab es in der Bundesrepublik bereits weit mehr als 10 000 Baumbestattungen.Das Prozedere in einem Bestattungswald sieht so aus: Die Asche kommt in biologisch abbaubaren Urnen direkt ins Erdreich am Baum, eine Plakette am Stamm gibt Auskunft zu Namen und die Lebensdaten des Verstorbenen. Der Wald bleibt dabei für jeden weiterhin öffentlich begehbar.

Unumstritten sind die Friedwälder trotzdem nicht. Aus Sicht der Kirchen werden die klassischen Friedhöfe auch künftig „die richtigen Orte für das Trauern und Gedenken“ sein, wie Michael Baudisch, Sprecher vom Bistum Dresden-Meißen, bereits vor einigen Monaten betont hatte. Bei der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche verweist man darauf, dass es so schon immer schwieriger werde, die traditionellen Bestattungsangebote zu erhalten. Auch, weil immer weniger Menschen in der Region leben. Genau das ist indes auch ein Argument der Friedwald-Befürworter. Denn die klassische Grabpflege entfällt mit der Bestattung im Wald.

Die Unterschriftenlisten für die Organisation einer Einwohnerversammlung zum Thema Bestattungswald in Kamenz liegen bis 27. Oktober im Bürgerbüro der Linken, Grüne Straße 1, in Kamenz aus.

web www.pro-bestattungswald-sachsen.de

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