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Meine Rede zum Antrag der Fraktionen CDU und SPD zum Thema: „Bericht zum Modellprojekt: Eltern – Kind – Zentren“ am 28.09.2017 im Sächsischen Landtag!

Erstellt am: 28 September, 2017 | Kommentieren

 

Die Regierungskoalition fordert mit diesem Antrag einen Bericht zum Modellprojekt „Eltern-Kind-Zentren“. Das Felsenweg-Institut soll beteiligt werden.

Nach 2 Jahren soll jetzt evaluiert, also geprüft werden und es sollen Handlungsmöglichkeiten ab 2019 aufgezeigt werden.

Das aber muss nach Abschluss eines Modellprojektes ohnehin getan werden. Das ist der ursprüngliche Sinn von Modellprojekten.

Erstens: Modellversuch machen
Zweitens: Versuch auswerten
Drittens: Erfolgreiche Modelle landesweit einsetzen

Nur ist in Sachsen der Sinn von Modellversuchen in Vergessenheit geraten, weil sie nicht zur Erprobung neuer Dinge gemacht werden, sondern zum Vortäuschen von Bewegung.

Erinnern Sie sich?

Im Landtag gab es zum Thema „Eltern stärken, Kinder fördern – Kitas auf dem Weg zu Eltern- Kind –Zentren“ im Mai 2016 eine Aktuelle Debatte. Meine Fraktion DIE LINKE hat damals schon kritisiert, dass an diesem Modellprojekt nur 31 von 2894 sächsischen Kitas beteiligt werden. Das sind stolze 1,07 %.

Dieser Antrag ist daher vollkommen überflüssig und dient nur dazu, der Öffentlichkeit vorzutäuschen, dass es mit dem Thema „Weiterentwicklung von Kindertages-Einrichtungen zu Eltern-Kind-Zentren“ vorangehen würde.

Was erwarten Sie, liebe Kolleginnen und Kollegen der CDU/SPD-Fraktion für nennenswerte Erfahrungen von einem zweijährigen Modellprojekt?

Der Landesjugendhilfeausschuss hat in seiner Stellungnahme deutlich formuliert:

„Die im Haushalt bisher verbindliche Förderung ist auf die kurze Dauer eines Doppelhaushaltes begrenzt. Mit den vorgesehenen Haushalts-mitteln kann keine nachhaltige Breitenwirkung erzielt werden. Bereits in den Jahren 2001 bis 2007 sind in einem Modellprojekt „Familienbildung in Kooperation mit Kindertageseinrichtungen“ sehr hilfreiche Handlungsansätze und Materialien für die kooperative Arbeit entwickelt worden, die allerdings auf örtlicher Ebene nur an wenigen Stellen aufgegriffen bzw. weitergeführt wurden.“

Ich wiederhole es gern: Sachsen braucht keine Modellprojekte mehr. Wir haben gute und funktionierende Kindertageseinrichtungen. Wir benötigen einen flächendeckenden Ausbau der Kindertages-betreuung zu Eltern-Kind-Zentren. Das muss dauerhaft geschehen und mit einer gesicherten Finanzierung, so dass für alle Kitas die Möglichkeit besteht, sich zu einem Eltern-Kind-Zentrum zu entwickeln.

Das Land Sachsen darf die Kommunen und Träger mit diesem Thema nicht im Regen stehen lassen. Dazu bedarf es zusätzlicher personeller und finanzieller Ressourcen für die Kommunen und Träger.

Am vergangenen Mittwoch fand der sachsenweite Kita-Aktionstag der Graswurzelinitiative statt. Tausende Erzieher*innen, Eltern und Träger demonstrierten hier in Dresden für bessere Bedingungen in Kitas und Horten. Es geht vor allem um drei Kernforderungen:

1. Anerkennung und Finanzierung der Vor- und Nachbereitungszeit für alle Erzieher*innen
2. Deutliche Verbesserung des Personalschlüssels
3. Freistellung der Kita-Leitung für administrative Aufgaben und zusätzliches Verwaltungspersonal zur Unterstützung der Kita-Leitung

Familienzentren gibt es nicht zum Nulltarif! Die Rahmen-bedingungen in den sächsischen Kitas und Horten müssen so verbessert werden, dass die dort Beschäftigten mehr Zeit für Kinder UND für Eltern haben.

Traurige Realität in Sachsen ist, dass ein/e Horterzieher/in weit über 20 Kinder betreut, mit ihnen spielt, Projektarbeit und bei der Hausaufgabenerledigung unterstützt.

Erzieher*innen in der Krippe brauchen 8 Hände, um jedem Kind angemessene Hilfe und Unterstützung zu geben. Das Zusammenlegen von Kindergartengruppen insbesondere im Nachmittagsbereich ist tägliche Realität. Elterngespräche, Fort- und Weiterbildung, Vor- und Nachbereitungszeiten, Ausfallzeiten wegen Urlaub und Krankheit müssen in den Kindertageseinrichtungen vor Ort, ohne landesgesetzliche Unterstützung, weggetragen werden.

Das muss sich ändern!

Die Kindertageseinrichtungen in Sachsen brauchen langfristige personelle und finanzielle Stabilität, um die vielfältigen Aufgaben im Kita-Bereich entsprechend dem Bildungsplan qualitativ umzusetzen.

Erst dann klappt es mit der Weiterentwicklung von Kindertageseinrichtungen zu Eltern – Kind – Zentren!

Marion Junge, Sprecherin für Kita

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