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Leben im Asylheim Bautzen – ein kurzer Erlebnisbericht!

Erstellt am: 23 Oktober, 2014 | Kommentieren

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Am gestrigen Vormittag besuchten wir, die Bundestags- abgeordnete Caren Lay und Landtagsabgeordnete Marion Junge der Linken, das Asylbewerberheim im Spreehotel Bautzen.

Wir wollten uns ein Bild von der Situation der im Spreehotel untergebrachten Flüchtlinge machen und mit dem Hotelbesitzer Herr Rausch bzgl. Unterbringung, Betreuung, aktuelle Aufgaben und Probleme sprechen.

Zunächst war ich ein wenig schockiert, dass das Gelände umzäunt und das Spreehotel nicht mehr einfach erreichbar ist. Im Gespräch wurde mir klar, dass dieser hohe Zaun aufgrund der Sicherheitsvorschriften und angeheizten Situation in Bautzen derzeit notwendig ist. Trotzdem finde ich es beklemmend, dass Menschen, die hier in Bautzen Asyl suchen, durch einen hohen Zaun geschützt werden müssen.

Herr Rausch zeigte uns die Asylunterkunft. 145 Menschen aus Syrien, Somalia, Afghanistan, Russland, Iran, Irak, Serbien, Mazedonien, Tunesien … leben derzeit hier. Trotz Sprachbarrieren und kultureller Verschiedenheit gibt es ein Zusammenleben. In jedem Zimmer leben 2 bis 3 Personen. Tisch, Stuhl, Bett und gemeinsames Bad ist der „Luxus“ in diesem umgenutzten Hotel. Lobby und ehemaliger Gastraum sind jetzt Aufenthaltsräume und werden auch zum Essen benutzt. Die Asylbewerber erhalten monatlich 329,- Euro. Davon müssen sie ihren Lebensunterhalt selbstständig bestreiten.

Die größten Schwierigkeiten bereitet die Bürokratie und die gesetzlichen Vorschriften.  Das ständige persönliche „Vorsprechen“ in den Ämtern braucht Begleitung und verursacht Frust und Kosten. Warum kann die Ausländerbehörde keinen wöchentlichen Sprechtag im Asylheim einrichten?  Warum müssen Asylsuchende ständig zur Ausländerbehörde, obwohl sie keinen Sprachkurs gesetzlich erhalten und sich nicht verständigen können?  Warum dauern die Antragsverfahren und das Ausstellen von Ersatzdokumenten so lange?

Fragen über Fragen und die politisch Verantwortlichen können oder wollen das Asylrecht nicht verändern! Der Bund muss seine verfassungsgemäße Verantwortung bzgl. einer menschenwürdigen Ausgestaltung des Asylrechts wahrnehmen und die Länder müssen die Landkreise und kreisfreien Städte bei der Unterbringung und Betreuung der Asylsuchenden aktiv unterstützen. Die Bürgerinnen und Bürger sollten den Mut aufbringen, den hilfesuchenden Menschen zu helfen und ihre Lebensgeschichte kennen zu lernen.

“ Jeder wird mit Fremdenangst geboren. Weltoffenheit muss sich jeder von uns ganz individuell erarbeiten. Wir erben oft Klischees und Vorurteile von Eltern , Verwandten oder dem Bekanntenkreis. Überwinden können wir diese Vorurteile und Ängste durch persönliche Begegnung. … In der Zusammenarbeit lässt sich leichter erkennen, dass uns alle mehr verbindet als dass uns trennt, egal aus welchen Kulturen wir stammen, zu welchen Religionen wir uns bekennen – oder auch nicht. Deshalb empfehle ich, mehr solche konkreten Gelegenheiten zu schaffen und das Zusammenwirken von Menschen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte zu unterstützen.“ ( Sächsischer Ausländerbeauftragte Prof. Dr. Martin Gillo, Jahresbericht 2013, S. 128)

Marion Junge, Landtagsabgeordnete und Stadträtin

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