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Interview mit Oberbürgermeister Roland Dantz – Gute Wege weitergehen!

Erstellt am: 17 September, 2011 | Kommentieren


Vor sieben Jahren baten Kamenzer Linke und Freie Wähler Roland Dantz, sich der Wahl zum Bürgermeister zu stellen. Seine Zustimmung verband er mit dem Vorsatz, als unabhängiger Bürgermeister zu kandidieren und, wenn er gewählt wird, für einen breiten Konsens in der Bürgerschaft einzutreten. Die sieben Jahre sind um und – Anlass für Fragen an den amtierenden Oberbürgermeister Roland Dantz durch Günter Zimmermann.

Herr Dantz, sind Sie in Ihrer bisherigen Amtszeit einmal schwankend geworden?
Gründe gab es schon. Doch schwankend wurde ich nie, weil mir auch in härtesten Zeiten Menschen Mut zusprachen, mich unterstützten und nie allein ließen.

Die härtesten Zeiten?
Vielleicht sind solche Begriffe wie „Fraktionsgemeinschaft“ und „Bürgermeisteropposition“ aus den Jahren 2004 bis 2007 schon vergessen. Es ist auch schon lange her. Sie standen für Blockadeversuche von Teilen des Stadtrates. So wurde schon meinen Vorgängern im Amt das Leben zur „Hölle“ gemacht. Ein wenig davon habe auch ich abbekommen. Sicher habe ich das eine oder andere mal auch Fehler gemacht.

An die Stelle von Fraktionskämpfen trat gemeinsames Bemühen um das Wohl der Bürger der Stadt. Wie wurde so etwas möglich?
Die Wähler hatten 2008 ihren Verdruss deutlich gemacht. Wir haben jetzt eine breite Mischung neuer Gesichter im Stadtrat. Nun waren die Stadträte aller demokratischen Fraktionen gewillt, miteinander zu reden und Kompromisse zu schließen. Ein Sieg für das demokratische Grundverständnis und ein Segen für die Stadt! Es gibt keine „Mehrheitsfraktion“ und doch werden 90 Prozent aller Beschlüsse einstimmig, der Rest mit großer Mehrheit gefasst. Es gibt kaum Ablehnungen. Worauf wir heute auch zurückblicken – es ist das Ergebnis einer Mannschaftsarbeit.

Sie veränderte Kamenz. Nicht alles sieht man sofort. Was würden Sie besonders hervorheben?
Das Ehrenamt und die Arbeit der Vereine gewannen im Leben der Stadt ein größeres Gewicht. Kostenfrei nutzen sie nun das Stadttheater, die Sporthallen der Stadt und die Jugendklubs. Die auf Initiative linker Stadträte gebildete Arbeitsgruppe Soziales hat sich bewährt. Was zunächst bezweifelt wurde, ist heute nicht mehr weg zu denken.Dieser Arbeitskreis gehört zur kommunalen Normalität. Die alljährlichen Frühlingsfeste der Senioren, die aktive Jugend- und Seniorenarbeit in den Ortsteilen und der Erhalt des Hauses der Begegnungen gehören zu Kamenz. Die städtischen Unternehmen entwickelten sich vom parteipolitischen Kampfplatz zu einem Teil des städtischen Organismus und damit des Ganzen. Unternehmensziele werden offen diskutiert, die Mitbestimmung der Beschäftigten und ihre gerechte Entlohnung ebenso. Beispiel für die gute Zusammenarbeit von Stadt und Ewag ist unter anderem die gegenwärtig in imensen Tempo auf dem Flugplatz entstehende Fotovoltaik-Anlage. Hervorzuheben ist auch die jüngst eingeweihte Gedenkstätte im Herrental. Zur Verwirklichung der Idee links denkender Menschen vereinten sich Gläubige aller Konfessionen und Atheisten. Umgekehrt gilt dies auch für die Erhaltung der Klosterkirche St. Annen und deren Entwicklung zum Sakralmuseum oder den Neubau des Katholischen Kindergartens.Solch bemerkenswerter Verständigungsprozess wurde Teil des Lebens in unserer Lessingstadt!

Weitgehend bekannt sind die ökonomischen Erfolge der letzten Jahre. Wird für Roland Dantz die Ökonomie das Maß aller Dinge?
Auf keinen Fall allein. Das lässt sich am Beispiel der Schulstruktur erklären: Wir haben alle drei Grundschulstandorte erhalten. Wir sind nicht scheinbaren „Geldargumenten“ allein gefolgt. In der Grundschule Wiesa wurde auch in diesem Jahr wieder der Schuleingang gefeiert. Ich bin davon überzeugt, dass wir unsere Quellen erhalten müssen und diese nicht zuschütten dürfen! Fragen der Schulorganisation und künftiger Stadtentwicklung sind dabei genauso zu berücksichtigen. Ist es nicht vernünftig, die unterschiedlichen Gesichtspunkte abzuwägen und dann zu entscheiden, was machbar ist? Ganz ähnlich verhält es sich doch mit Vorhaben wie dem Ausbau von Goethestraße, Saarstraße, der Straße im Herrental sowie dem Bau der Radwege zwischen Zschornau und Schiedel beziehungsweise zwischen Kamenz und Gelenau. Es gilt also im Wortsinn: Gute Wege weitergehen!

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