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Enkel von Jan Skala ist Gast des politischen Frühschoppens

Erstellt am: 8 Januar, 2010 | Kommentare deaktiviert für Enkel von Jan Skala ist Gast des politischen Frühschoppens

Von Reiner

Das fängt wirklich gut an – mit dem Start des Kamenzer politischen Frühschoppens ins Jahr 2010: Am Freitag, dem 15. Januar, 16 Uhr, also zu einer für diese Veranstaltungsreihe ungewöhnlichen Zeit, wird im Stadttheater der Lessingstadt, Pulsnitzer Straße, eine Lesung beginnen. Ihr Gegenstand ist das Buch von Dr. Peter Kroh „Nationalistische Macht und nationale Minderheit – Jan Skala (1889-1945), ein Sorbe in Deutschland“.

Kroh ist ein Enkel von Skala. Damit wird erneut ein Frühschoppen stattfinden, der sich dem Kampf der Sorben um Freiheit und selbstbestimmte Gestaltung ihres Lebens als Minderheit widmet. Bereits mehrmals waren die Sorben Heiko Kosel, Mitglied des Sächsischen Landtages in der Fraktion der Partei DIE LINKE, und Jan Nuck, Vorsitzender der Domowina, Gast in Kamenz. Zuletzt war am 29. Juni 2008 Prof. Dr. Ronald Lötzsch, Sprachwissenschaftler, Minderheitenforscher, langjähriger Direktor des Instituts für Sorabistik an der Leipziger Universität sowie Autor zahlreicher Bücher und Publikationen zur sorbischen Sprache, aufgetreten.

Die Problematik des Buches ist gleichermaßen für Deutsche und Sorben interessant, besonders im Raum Kamenz. Kurz ein paar biografische Daten: Jan Skala, sorbischer Publizist und Schriftsteller, wurde am 17. Juni 1889 in Nebelschütz geboren. Er starb am 22. Januar 1945 in Erbenfeld, Landkreis Namslau, Niederschlesien, heute Namyslow, durch die Kugel eines sowjetischen Soldaten, mit dem er in Streit geraten war. Die polnische Stadt ist eine Partnergemeinde von Nebelschütz. 1919/20 arbeitete Jan Skala als Redakteur der sorbischen Zeitung Serbski Dźenik in Weißwasser. Ende 1919 beteiligte er sich an der Gründung der Lausitzer Volkspartei, die die politische Interessenvertretung der Sorben sein wollte.1921 war Skala bei der sorbischen Tageszeitung Serbske Nowiny in Bautzen. Im selben Jahr erhielt er eine Stelle bei der Prager Presse, einer offiziösen deutschsprachigen Zeitung der tschechoslowakischen Regierung. 1923 veröffentlichte er einen Gedichtband. Nach einem erneuten Zwischenspiel bei den Bautzener Serbske Nowiny trat Skala 1924 in den Dienst des Bundes der Polen in Deutschland. Von 1925 bis 1927 nahm er an den Europäischen Minderheitenkongressen in Genf teil. Skala baute 1925 die Redaktion der Zeitschrift des Verbands der nationalen Minderheiten in Deutschland, Kulturwille, später Kulturwehr, auf und leitete diese Zeitschrift als Chefredakteur bis zum Verbot durch die Nationalsozialisten im Jahr 1936. Im gleichen Jahr verboten die Behörden Skala jegliche journalistische und schriftstellerische Tätigkeit. In Bautzen wurde er 1938 von der Gestapo verhaftet und über neun Monate ohne Anklage eingesperrt. Nach der Entlassung arbeitete Skala in verschiedenen Bautzener und Berliner Firmen.1943 verließ er Berlin und zog nach Erbenfeld bei Namslau in Schlesien zu Verwandten seiner Frau. 1945 wird er von einem Offizier der Roten Armee erschossen, der im Streit mit Skala die Pistole gezogen hatte.

Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich zur Lesung eingeladen. Der Eintritt ist kostenfrei. Die Veranstaltung findet in den Vereinsräumen des Kamenzer Stadttheaters statt.

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