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Auf den Anfang kommt es an – der Hort braucht eine Perspektive!

Erstellt am: 10 Juli, 2014 | Kommentieren

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Zu den Antworten der Staatsregierung auf die Große Anfrage der Fraktion DIE LINKE „Entwicklung des Hortes als Einrichtung der Kinder- und Jugendhilfe und Betreuung nach § 16 SächsSchulG“ (Drucksache 5/13728) erklärt die kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Annekatrin Klepsch:

Politiker aller Parteien und Ebenen verweisen gern auf die notwendige Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Erst der Hort an den Grundschulen ermöglicht in Sachsen diese Vereinbarkeit für berufstätige Eltern von jüngeren Schulkindern.

Mit 78,7 Prozent besuchen mehr als drei Viertel der Sechs- bis Elfjährigen in Sachsen einen Schulhort. Die Höhe der Beiträge, die Eltern für die Hortbetreuung ihrer Kinder aufbringen müssen, ist regional allerdings sehr unterschiedlich, obwohl die Betriebskosten in Sachsen annähernd ähnlich sein müssten.

Während sich die Landesregierung gern für ihre Ganztagsschulen lobt, obwohl es solche in Sachsen nicht gibt, sondern nur ausgedünnte Ganztagesangebote im konzeptionellen Wildwuchs, ist der Hort an den Grundschulen seit einigen Jahren das eigentliche Erfolgsmodell.

Wenn die Anzahl der betreuten Hortkinder aber in wenigen Jahren um ein Drittel gestiegen ist, stellt das die freien und öffentlichen Träger der Horte vor neue personelle und auch räumliche Voraussetzungen. Es ist paradox, dass der individuelle Rechtsanspruch auf Kindertagesbetreuung mit dem Schuleintritt endet und laut sächsischem Kita-Gesetz jedoch der örtliche öffentliche Träger der Jugendhilfe verpflichtet ist, für alle Kinder bis zur Vollendung der vierten Klasse ein „bedarfsgerechtes Angebot“ vorzuhalten. Diese feine Differenzierung mag verwundern, wird jedoch gerade in größeren Städten mit vollgestopften Grundschulen zum Problem. Denn zusätzliche Plätze in Grundschulklassen bedeuten nicht automatisch zusätzliche Plätze in der Hortbetreuung.

Die Große Anfrage sollte für uns alle Anlass sein, über die Zukunft des Hortes in Sachsen nachzudenken. Erste wesentliche Schritte aus Sicht der LINKEN wären die Verbesserung des Betreuungsschlüssels, denn derzeit steht nicht einmal eine volle Stelle für eine Klasse bzw. Hortgruppe zur Verfügung. Ein weiterer Schritt wäre die Ausweitung des individuellen Rechtsanspruchs der Kindertagesbetreuung auf den Hort.

Und schließlich dürfen wir die Aus- und Weiterbildung der pädagogischen Fachkräfte nicht vernachlässigen! Wir müssen die Erzieherinnen und Erzieher besser auf die Arbeit mit behinderten Kindern vorbereiten, um der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention Rechnung zu tragen. Und wir müssen für Lehrkräfte und Horterzieher gezielt gemeinsame Fortbildungen anbieten, damit das Verständnis für den anderen wächst und die konzeptionelle Zusammenarbeit besser funktioniert. Hier sind das Landesjugendamt und das Sächsische Bildungsinstitut gemeinsam gefordert.

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