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Ausgrenzung, Sanktionierung, Abschiebung – Das ist die gegenwärtige Flüchtlingspolitik in Sachsen!

Erstellt am: 27 Dezember, 2018 | Kommentieren

Seit Jahren engagiere ich mich in der Asyl- und Flüchtlingsarbeit. Seit Jahren versuchen wir den Geflüchteten zu helfen.

Immer wieder gibt es staatlicherseits mehr Ablehnung als Unterstützung.

Sei es für kinderreiche Familien, die seit 3 Jahren im Flüchtlingsheim leben, keine Wohnung im Landkreis Bautzen bekommen und somit nie zur Ruhe kommen. Oder die vielen Migranten, die keine Arbeitserlaubnis im Landkreis Bautzen erhalten.

Sie alle werden durch die Ausländerbehörde Bautzen nicht gefördert, sondern eher mit Leistungskürzungen bestraft.

Durch die mangelnde staatliche Hilfe und Unterstützung für Geflüchtete entstehen ausweglose Fälle wie unser Freund Jetmir, der jetzt gerade in den Kosovo abgeschoben wird.

Das Leben eines Menschen ist in Gefahr! Ich hatte immer die Hoffnung, dass wir ein Rechtsstaat sind, wo die Menschenrechte für alle Menschen gelten. Mittlerweile muss ich zur Kenntnis nehmen, dass dies nicht der Fall ist.

Deutschland schiebt gnadenlos ab, um den jeweiligen betroffenen Einzelfall geht es schon lange nicht mehr! Wenn die Ausländerbehörde Bautzen im Jahr 2015 den damals 21jährigen Jetmir Igrishta eine Ausbildung ermöglicht hätte, was laut Gesetz möglich ist, dann gäbe es heute keine Abschiebung! Wenn die Ausländerbehörde Bautzen im Jahr 2017 den unterschriebenen Arbeits- und Ausbildungsvertrag genehmigt hätte, dann gäbe es heute keine Abschiebung von Jetmir!

Solange die staatlichen Behörden keine Verantwortung für misslungene Integration übernehmen, solange wird es Hass, Ausgrenzung und Ausländerfeindlichkeit geben! Deutschland braucht dringend eine andere Politik für Menschlichkeit und soziale Gerechtigkeit!

Marion Junge, Landtagsabgeordnete, Stadträtin und Bündnismitglied für Toleranz und Humanität Kamenz

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