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Wir wollen eine andere Gesellschaft!

Erstellt am: 18 Oktober, 2011 | Kommentieren


Da hat es am 25. September 2011 zum Kamenzer politischen Frühschoppen am Ende doch einigen Linken und ihren Sympathisanten fast die Sprache verschlagen ob des revolutionären Potentials, das immer noch in der SPD steckt. Man muss es genauer sagen: Es steckt in Andrea Ypsilanti (rechts im Bild), Gast dieser traditionellen  Bildungsveranstaltung des Ortsverbandes der Partei DIE LINKE.

Und sie schenkte den etwa 80 Zuhörern mit ihrer offenen, aufgeschlossenen und fröhlichen Art, der präzisen Analyse wichtiger globaler, europäischer wie nationaler Prozesse wie auch der Aussagen zu einer Veränderung der heutigen kapitalistischen Gesellschaft zwei Sternstunden politischer Art.

Sie gipfelten in ihrer Aussage: „Wir müssen uns als Linke outen und sagen: Wir wollen eine andere Gesellschaft!“ Das hört man wirklich nicht alle Tage aus den Reihen der deutschen Sozialdemokratie. Ein Zuhörer, Mitglied der LINKEN, bedankte sich für die Ausführungen der Politikwissenschaftlerin mit den Worten: „Ich würde alles unterschreiben, was Sie gesagt haben.“

Dieser Kapitalismus sei nicht mehr in der Lage, für die Vielfalt der neuen Anforderungen im 21. Jahrhundert brauchbare Lösungen anzubieten, so die Politikerin. Beispiele? Die Finanzen, die Schulden, das Klima, der Wachstumswahn, die politische Vertrauenskrise, die Demokratiekrise… Ursachen? Die Republik leide an Ungerechtigkeit beispielsweise im Bildungsbereich, auf dem Arbeitsmarkt, in der Geschlechterfrage, auf dem Gebiet der Rechtsprechung. Kurzum: „Wir haben es mit einer Systemkrise zu tun.“ Der Kapitalismus funktioniere nicht mehr.

Was bot sie an Wegen aus der Krise an? Erstens: Wir müssten wissen, was wir weltweit wollen an Wachstum, an Produktion, an Ressourceneinsatz… Zweitens: Die heutige Welt brauche globale Solidarität und Gerechtigkeit. Drittens: Im Land selbst müssten die Bereiche der Daseinsvorsorge – Energie, Verkehr und anderes mehr – generell in öffentliche Hand überführt werden. Dass das alles nicht einfach zu realisieren ist, daran ließ Andrea Ypsilanti keinen Zweifel.

CDU und FDP traut sie das allerdings nicht mehr zu, vielleicht noch einzelnen Mitgliedern. Ihr schwebt – wie den Mitgliedern und Mitarbeitern des von ihr gegründeten Instituts der solidarischen Moderne – ein Zusammengehen linker Parteien mit den Gewerkschaften, der modernen Wissenschaft, den zahlreichen sozialen Organisationen sowie kritischen Unternehmern vor. Es sei die Gesamtheit der Zivilgesellschaft, die dieses Projekt umsetzten könnte. Gemeinsame, ausdauernde und transparente Gespräche sollten den besten Weg suchen und diese Bewegung voranbringen.

Was kittet zusammen? „Die Menschen müssen begreifen, dass sie die gleichen Probleme wie die anderen haben.“ Zur kritischen Haltung gegenüber ihrer Partei befragt – sie war und ist unter anderem gegen die Rente mit 67 und die Agenda 2010 – meinte Andrea Ypsilanti charmant lächelnd: „Ich will mich meiner Partei nicht ersparen.“

von Reinhard Kärbsch

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