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„Sport ist unsere Sache“

Erstellt am: 5 Mai, 2009 | Kommentare deaktiviert für „Sport ist unsere Sache“

So lautete das Motto des heutigen sportpolitischen Forums in Kamenz, organisiert vom Kreissportbund Bautzen. „Sachsens Sportminister Roland Wöller ist heute im Landtagswahlkreis Kamenz unterwegs“, so die heutige Lokalausgabe der SZ. Der Kultusminister sprach mit Vertretern und Interessenten des Sports über Aufgaben und Möglichkeiten der Sportförderung im Freistaat und im Landkreis.

„Sport ist eine Investition in die Zukunft“. Der Breitensport bildet die Grundlage und wird durch 85000 Ehrenamtliche im Freistaat gestaltet. Ca. 15 Mio Arbeitsstunden werden ehrenamtlich geleistet, die so nicht finanzierbar sind. Die ehrenamtliche Tätigkeit bringt nicht nur Mehraufwand, sondern auch Anerkennung im Verein und bei den Mitgliedern, so der Minister.

In der anschließenden Diskussion sprachen verschiedene Sportvereine und Lehrer Schwerpunkte und Probleme an, u.a.
– Brauchen wir im Freistaat ein Sportgesetz?
– Sport als Pflichtaufgabe in der Kommune?
– zu hohe Fahrkosten im großen Landkreis bei Wettkampfteilnahme und damit fehlender finanzieller Ausgleich
– Abrechnung der Gutscheine für die Grundschüler zu spät und zu kompliziert
– fehlender regionaler Bezug bei Veranstaltungen und Ehrungen im Landkreis
– zu komplizierte Vereinsvorschriften

Als Mittelschullehrerin und Verantwortliche für die Ganztagsarbeit an der 1. Mittelschule Kamenz sprach ich drei Probleme zum Thema Schulsport an.
1.) Der Bedarf an Sportlehrern ist groß, weil viele ältere Lehrer aus gesundheitlichen Gründen den Sportunterricht nicht mehr vollumfänglich umsetzen können. Wir brauchen dringend junge Lehrer.
Mit der sinngemäßen Antwort des Ministers, in 5 Jahren kann der Freistaat Sachsen junge Lehrer neu einstellen, bin ich absolut nicht zufrieden. Wir brauchen sofort einen Neueinstieg von jungen Lehrern, damit wir uns weiter als moderne Schule mit neuen Ideen und Tatendrang entwickeln können. Die Jugend bringt Spontanität und Tatendrang, das Alter die Erfahrung und Weisheit. Diese Mischung brauchen wir nicht nur in den Unternehmen, sondern auch in den Schulen.

2.) Gute Sportbedingungen müssen für alle Schüler möglich sein. Die 1. Mittelschule Kamenz hat zwar ein schön saniertes Schulgebäude, jedoch die Sportbedingungen auf dem Jahnsportplatz und im Gymnastikraum der Schule sind ungenügend. Der Landkreis Kamenz hat 2003 die Trägerschaft für die Mittelschulen in Kamenz mit der vertraglichen Vereinbarung „Der Landkreis errichtet mittelfristig eine innenstadtnahe 2 – Feld – Sporthalle.“ übernommen. Wie sieht die Planung des jetzigen Landkreises bzgl. Sporthallenneubau in Kamenz für die Schüler der 1. Mittelschule Kamenz, der Außenstelle des Gymnasiums und des Berufsschulzentrums aus? Auf diese Frage gab es wieder keine Antwort. Bedarf ist da, Vertrag ist da, warum gibt es keine verbindliche Antwort? Nach welchen Prioritäten werden die Mittel für Investitionen verteilt? Eine Schule ohne ordentliche Sportstätte hat wesentliche Nachteile bei der Entscheidung der Eltern für oder gegen den jeweiligen Schulstandort. Welche kurzfristigen Hilfen kann der Landkreis geben?

3.) Die Zusammenarbeit mit den Sportvereinen kann stärker über die Ganztagsbetreuung in den Schulen laufen, so der Minister. Das ist richtig, nur finanzieren wir aus der Förderrichtlinie für Ganztagsbetreuung viele Maßnahmen wie z.B. eine tägliche Hausaufgabenbetreuung, Prüfungsvorbereitung, Leseförderung, Schulband, Schulclub, Schülerzeitung, u.a. Arbeitsgemeinschaften, so dass nur ein kleiner Teil für die Sportförderung finanziert werden kann.
Wir brauchen deshalb eine größere finanzielle Unterstützung, damit wir mehr Vereine in die Schule holen können. Oder eine Anerkennung der gesamten Lehrertätigkeit, auch im außerschulischen Bereich, so dass der Lehrer nicht mehr ein zweites „Dienstverhältnis“ als Honorarkraft hat. Über 90 % der Schulen im Freistaat Sachsen bieten mittlerweile Ganztagsangebote an, so der Minister heute. Das ist auch gut so, nur muss ich dann auch die Lehrer für diese Arbeit tariflich und sozialversicherungspflichtig entlohnen. Viele Lehrer haben seit Anfang der neunziger Jahre einen Teilzeitvertrag, sind aber seit der Einführung der „Ganztagsschule“ voll beschäftigt. Wenn der Freistaat Sachsen die Lehrertätigkeit vollumfänglich vergüten würde, dann fallen alle schulische und außerschulischen Fördermaßnahmen der Lehrer aus der zusätzlichen Ganztagsförderung heraus und wir können mehr Vereine als Kooperationspartner in die Schulen holen.

Bildung braucht mehr Unterstützung und Mitgestaltungsspielräume. Eine demokratische Schule braucht eigenverantwortliche Handlungsspielräume, die durch Schüler, Eltern und Lehrer bestimmt und durch das Land finanziell abgesichert werden. In diesem Sinne möchte ich die sächsische Schulpolitik verändern und mitgestalten.

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