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Perlenhochzeit mit der Stadt Kamenz – Ein kleiner Rückblick!

Erstellt am: 6 Mai, 2020 | Kommentieren

Als junge Lehrerin und Mutter zweier Kinder wollte ich 1990 die gesellschaftlichen Veränderungen einfach mitgestalten. Am 6. Mai 1990 gaben die Kamenzer Wähler/innen mir jungem PDS-Mitglied ihr Vertrauen. Sie schenken es mir bis heute.

Mit meinen 26 Jahren hatte ich damals noch wenig Ahnung, was mich in der Stadtverordnetenversammlung erwartet. Es fehlten Gesetze, Erfahrungen und die Akzeptanz im Kommunalparlament. Wir Linke wurden aufgrund der SED-Vergangenheit massiv öffentlich angegriffen und ausgegrenzt. Trotzdem versuchten wir mit Kompetenz, sozialer Verantwortung und kritischer Vergangenheitsbewältigung die Arbeit in der Stadtverordnetenversammlung zu gestalten.

Dem unsachlichen Parteien-Gerangel begegneten wir von Anfang an mit unserem Engagement für „eine möglichst umfassende Einbeziehung der Bürger/innen in alle Entscheidungsprozesse der Kommune“, also für „eine transparente Politik im Rathaus.“ Die Anerkennung blieb nicht aus: Von 1994 bis 2019 stellte die PDS / DIE LINKE immer die zweitstärkste Fraktion, 2009 bis 2014 sogar die Stärkste.

Schon 1996 setzten wir uns massiv für den Erhalt der Schulstandorte in Kamenz ein. Diese Position mussten wir im damaligen Stadtrat gegen eine Übermacht behaupten: Deren im Januar 1996 verkündetes Ziel sah den Erhalt dreier Schulstandorte und die Schließung von vier Schulen vor. Es bedurfte langer Diskussionen und Verhandlungen bevor der Stadtrat am 22. April 1998 mehrheitlich mit einer überarbeiteten Schulkonzeption die Beibehaltung aller Schulstandorte beschloss.

Das von den LINKEN massiv unterstützte Bürgerbegehren 2007 sicherte den Erhalt unserer drei Grundschulen. Auch dafür wählten uns die Kamenzer Bürger/innen 2009 mit 26 Prozent zur stärksten Stadtratsfraktion.

Der Kampf um die Bewahrung des stadtnahen Schulstandortes Kamenz ging bekanntlich weiter. Wir engagieren uns seit 2009 für den Ausbau und Modernisierung des Lessinggymnasiums auf der Henselstraße und für die Sanierung der 2. Oberschule auf der Saarstraße. Der Kreistag Bautzen und der Stadtrat Kamenz haben 2016 dem Rahmenvertrag zum Schulstandort Kamenz zugestimmt. Damit machten die Kreis- und Stadträte den Weg für den Ausbau der Schulstandorte Lessingschule und Oberschule an der Saarstraße frei. Die Sanierung des Jahnsportplatzes und der Neubau einer innerstädtischen 2-Feld-Sporthalle soll nach Abschluss der Schulsanierungen erfolgen. Ich bin froh und glücklich, dass wir nach jahrelangem Ringen um eine gute Lösung für den Bildungsstandort Kamenz dies gemeinsam geschafft haben.

Auf unsere Initiative können sich seit 2011 die Kamenzer/innen per Internet im Bürgerinformationssystem mit der Arbeit der Stadträte und der Stadtverwaltung vertraut machen. Für uns ist die Beteiligung der Einwohner/innen an kommunalpolitischen Entscheidungen sehr wichtig. Deshalb haben wir in den vergangenen 30 Jahren eine Vielzahl an Vorschlägen im Stadtrat und seinen Gremien eingebracht. Nach zähen Ringen wurde die Arbeitsgruppe Soziales etabliert. Hier entstanden viele wichtige Ideen und Initiativen für Familien, Kinder und Jugendliche, Seniorinnen und Senioren, Behinderte und Einwohner/innen. Auch die Hauptsatzung der Stadt Kamenz wurde auf unsere Initiative u.a. um die Fragestunde der Einwohner/innen, Quoren-Senkung für Bürgerbegehren, Ergänzung Einwohnerantrag erweitert.

Der Einwohnerantrag „Für einen Bestattungswald im Stadtwald Kamenz“ wurde im Januar 2015 von der gleichnamigen Bürgerinitiative an den Oberbürgermeister Roland Dantz übergeben. In den vergangenen 5 Jahren gab es viele Anfragen und Unterstützung für einen Friedwald im Landkreis Bautzen. Nach hartem Ringen soll im Herbst 2020 der 5. sächsische Friedwald in Kamenz / Schönteichen eröffnet werden. Ich hoffe, dass bald der langersehnte Wunsch nach alternativer Waldbestattung Realität wird.

Ich erinnere mich auch sehr gern als stellvertretende ehrenamtliche Bürgermeisterin (von 2005 bis 2018) an die Neugeborenen-Empfänge im Ratssaal mit anschließender Baumpflanzung, die vielen Geburtstags- und Jubiläumstermine im Namen des Oberbürgermeisters und des Stadtrates sowie Projekte und Initiativen für eine kinderfreundliche Stadt Kamenz und bürgerbeteiligte soziale Stadt.

Die Kommunalpolitik hat mein Leben entscheidend geprägt. Ich habe in den vergangenen 30 Jahren viele Menschen kennengelernt, mit ihnen diskutiert, gestritten und nach guten Lösungen für die Stadt Kamenz gesucht und teilweise gefunden. Für mich sind Ehrlichkeit, Ausdauer, Solidarität und kritischer Zeitgeist wichtige Wegbegleiter für eine verlässliche und erfolgreiche Politik.

Ich möchte mich bei allen Freunden, Wegbegleiter und Unterstützer/innen herzlich für die Zusammenarbeit bedanken. Der jüngeren Generation möchte ich sagen, wer etwas verändern will, sollte die Chance ergreifen und die Stadt- oder Gemeindepolitik aktiv mit gestalten.

Vor 30 Jahren startete ich als junge Frau und Mutter mit meiner „Politiker-Karriere“ und bin heute glücklich, diesen steinigen Weg gegangen zu sein. Nicht immer ist man erfolgreich, aber die vielen kleinen Aktivitäten, Erfolge und Begegnungen führen letztendlich zu einem glücklichen und zufriedenen Leben. Ich bin dienstälteste Stadträtin in Kamenz und stolz auf die gemeinsame und erfolgreiche Arbeit in der Kamenzer Stadtpolitik.

Eure Marion Junge, Stadträtin und Fraktionsvorsitzende DIE LINKE. Kamenz

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