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Kultusminister hat wohl Probleme mit Ergebnissen der Kita-Umfrage – 17 Tage nach 17-Tages-Umfrage nur Schweigen!

Erstellt am: 17 Mai, 2018 | Kommentieren

 

Zu den ausstehenden Ergebnissen der sogenannten „Kita-Umfrage zur früh­kindlichen Bildung“ des sächsischen Kultusministers Christian Piwarz erklärt die Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag für Kindertagesbetreuung, Marion Junge:

„Über die Veröffentlichung der Umfrageergebnisse haben wir uns noch keine Gedanken gemacht. Das hängt sicher von den Ergebnissen ab.“ – Diese offenherzige Erklärung gab Kultusminister Christian Piwarz auf eine Journalistenfrage am 13. April bei der Vorstellung der Online-Eltern- und Erzieherbefragung zu Ausbau der sächsischen Kindertagesbetreuung ab.

Offensichtlich braucht der Kultusminister etwas länger, um die Ergebnisse der inhaltlich und methodisch mehr als zweifelhaften Befragung zu verdauen.

Ganze 17 Tage (inklusive Sonn- und Feiertagen) wurden den Erzieher*innen und Eltern für die Beantwortung der komplexen Fragen eingeräumt.

Weitere 17 Tage später ist das Kultusministerium noch nicht einmal in der Lage, die zahlenmäßigen Ergebnisse zu präsentieren, geschweige denn inhaltliche Schlussfolgerungen.

Und das, obwohl sich nach inoffiziellen Verlautbarungen gerade einmal ein Zehntel der Angesprochenen überhaupt beteiligt haben soll.

DIE LINKE kritisiert die Umfrage, weil diese von vornherein unter der Prämisse stand, dass nur 75 Millionen Euro – weniger als ein Euro pro betreutem Kind und Tag – für Verbesserungen zur Verfügung stehen werden, und außerdem in einer pseudodemokratischen Elternbefragung Zusatzangebote für alle  Kinder einerseits gegen Hilfsangebote für besonderes Bedürftige andererseits ausgespielt wurden. Das ist fachlicher Murks und außerdem zutiefst unanständig.

 

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