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CDU und SPD stur bei Reform der Erzieherausbildung – die muss aber attraktiv werden, damit genug Personal kommt!

Erstellt am: 10 Mai, 2019 | Kommentieren

Zur Ablehnung des Antrages der Linksfraktion „Reform der Erzieherinnen- und Erzieherausbildung in Sachsen“ (Drucksache 6/13835) durch CDU und SPD in der heutigen Sitzung des Schulausschusses erklärt Marion Junge, Sprecherin der Linksfraktion für Kindertageseinrichtungen:

„Es ist mir unbegreiflich, weshalb die Koalitionsfraktionen einen solchen Antrag als unnötig abtun und der notwendigen Strukturdebatte ausweichen. Es ist doch offensichtlich, dass der Kampf gegen den Personalmangel im Kitabereich bereits bei der Ausbildung ansetzen muss. Wir fordern ein ganzheitliches Konzept, um die Ausbildung pädagogischer Fachkräfte für Kindertageseinrichtungen attraktiver zu machen. Seit einem Dreivierteljahr setzen wir das Thema auf die Tagesordnung, und die Koalition versteckt sich weiter hinter Einzelmaßnahmen. Deren Wirksamkeit ist höchst fraglich.

Die Sachverständigen hatten in der Anhörung zu unserem Antrag eindeutig für ein Konzept mit kurz-, mittel- und langfristigen Maßnahmen plädiert. Die Rahmenbedingungen der Ausbildung müssen verbessert werden – daran halten wir fest. Wir bestehen insbesondere auf fünf Forderungen:

Erstens wollen wir eine angemessene Ausbildungsvergütung, zweitens Schulgeldfreiheit und drittens den Ausbau der berufsbegleitenden Ausbildung. Insbesondere sollen Auszubildende nicht mehr in den Personalschlüssel eingerechnet werden. Viertens wollen wir die finanzielle Anerkennung der Arbeit von Praxisanleiterinnen und –anleitern im Umfang von drei Stunden pro Woche erreichen – sie sichern die berufsbegleitende Ausbildung ab. Fünftens und nicht zuletzt wollen wir, dass der Freistaat die Kosten der einjährigen heilpädagogischen Zusatzqualifikation übernimmt. Sie ermöglicht es Fachkräften, insbesondere Kinder mit Behinderung richtig zu betreuen. Die Kosten in vierstelliger Höhe tragen die Erzieherinnen und Erzieher bisher selbst.“

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