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12-Jahres-Plan für mehr Kita-Personal in Sachsen – Zielmarken fanden bei Landtagsanhörung viel Zustimmung!

Erstellt am: 2 März, 2018 | Kommentieren

Der Entwurf eines „Gesetzes zur schrittweisen Verbesserung des Betreuungsschlüssels in Kindertageseinrichtungen im Freistaat Sachsen“ der Linksfraktion (Drucksache 6/10764) wurde heute  im Schulausschuss angehört. Dazu erklärt Marion Junge, Sprecherin der Fraktion DIE LINKE für Kindertageseinrichtungen:

Die Vertreterinnen und Vertreter der Wissenschaft, der Gewerkschaft, der Kita-Praxis und der organisierten Elternschaft  unterstützten die schrittweise Verbesserung  des bestehenden Betreuungsschlüssels.

Zum Teil wurden dabei einerseits  größere Schritte  bzw. ein größeres Tempo verlangt, als im Gesetzentwurf vorgesehen. Andererseits wiesen nahezu alle Sachverständigen darauf hin, dass es schon beim vorgelegten Zeitplan sehr anspruchsvoll sein wird, ausreichend viele qualifizierte Erzieherinnen und Erzieher auszubilden.

Vorschläge von kommunaler Seite, ggf. auch Fachkraftstandards abzusenken, stießen bei den Fachvertreter/innen auf Widerstand. Vertreter der kommunalen Ebenen mahnten an, in jedem Falle sicherzustellen, dass die notwendigen Mehrkosten ausschließlich durch den Freistaat und nicht durch die Kommunen getragen werden müssen.

Der Gesetzentwurf sieht vor, erstmals mit Wirkung zum 1. September 2019 und letztmals mit Wirkung zum 1. September 2030 den Personalschlüssel in allen Kindertageseinrichtungen (Krippe, Kindergarten, Hort) jährlich um jeweils 0,05 vollbeschäftigte Fachkräfte zu verbessern. 2022 bzw. 2023 wäre dann eine Fachkraft in der Krippe für vier, im Kindergarten für zehn und im Hort für 17 Kinder zuständig. Diesen Schlüssel fordern zahlreiche Verbände und Initiativen in Sachsen.

Damit alle Kinder vergleichbare Bildungschancen haben, empfiehlt die Bertelsmann-Stiftung, bundesweit einheitliche Qualitätsstandards für Kindertageseinrichtungen. Sie schlägt einen Schlüssel von 1:3 in der Krippe, von 1:7,5 im Kindergarten und von 1:13 im Hort vor. Diese Empfehlungen sind in der Fachwelt als Zielmarken anerkannt. Deshalb ist unser Gesetzentwurf darauf angelegt, diese Betreuungsschlüssel bis 2030 zu erreichen.

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